{"id":5753,"date":"2015-02-07T11:50:35","date_gmt":"2015-02-07T10:50:35","guid":{"rendered":"http:\/\/mr-spaceartist.com\/painter\/?p=5753"},"modified":"2015-02-07T08:55:28","modified_gmt":"2015-02-07T07:55:28","slug":"e-mail-interview-mit-hubert-haensel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mr-spaceartist.com\/painter\/e-mail-interview\/e-mail-interview-mit-hubert-haensel\/","title":{"rendered":"E-Mail Interview mit Hubert Haensel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hubert Haensel<\/strong> wurde im Jahr 1952 in einer kleinen Stadt im Fichtelgebirge geboren und lebt heute noch dort. Den Wind der gro\u00dfen weiten Welt l\u00e4sst er sich gern im Urlaub und nat\u00fcrlich in seinen Romanen um die Nase wehen.<br \/>\nNach dem Gymnasium absolvierte er eine Lehre als Bankkaufmann. Vierunddrei\u00dfig Jahre lang arbeitete er in nahezu allen Sparten eines genossenschaftlichen Kreditinstituts. Schon bald nach den ersten Berufsjahren fing er an, seine Freizeit mit dem Schreiben von Romanen zu verbringen. Seit dem Jahr 2002 schreibt er hauptberuflich f\u00fcr die gr\u00f6\u00dfte Science-Fiction-Serie der Welt, f\u00fcr <strong>Perry Rhodan<\/strong>.<br \/>\nHubert ist verheiratet und hat zwei erwachsene T\u00f6chter.<\/p>\n<p><strong>01) Hubert, gleich zu Beginn unseres Email-Interviews stelle ich Dir die Frage aller Fragen: Wie wurdest Du Autor?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist etwas, was ich nicht mit einem oder zwei einfachen S\u00e4tzen beantworten kann. Ich glaube, das Schicksal hat mich zum ersten Mal in die fragliche Richtung geschubst, als ich acht Jahre alt war. Damals fielen mir die ersten Piccolos der Comicserie <strong>Nick, der Weltraumfahrer<\/strong> in die H\u00e4nde. Ich habe sie verschlungen und war begeistert von den schlanken Raumschiffen und den gigantischen Pilzw\u00e4ldern auf der Venus.<br \/>\nEtwa zu der Zeit fing ich auch an, mich durch den utopischen Bestand einer Leihb\u00fccherei zu lesen. Das waren B\u00fccher, die ich vor allem zur Winterzeit w\u00f6chentlich f\u00fcr meinen Vater ausleihen durfte. In einer der privaten Leihb\u00fcchereien, die es Anfang der 60er fast \u00fcberall gab. Tausende B\u00fccher standen in Regalen im Flur, in der Wohnk\u00fcche und sogar im Schlafzimmer, die neuesten Ausgaben waren stets in Schr\u00e4nken untergebracht: ein faszinierendes Bild, an das ich heute noch gern zur\u00fcckdenke. Zweifellos hat das mein Faible f\u00fcr B\u00fccher gepr\u00e4gt; mein Arbeitszimmer sieht \u00e4hnlich aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_6081\" style=\"width: 721px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/perry_rhodan_silberbaende_800px.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6081\" class=\"size-medium wp-image-6081\" src=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/perry_rhodan_silberbaende_800px-711x400.jpg\" alt=\"Perry Rhodan Silberb\u00e4nde Bibliothek Hubert Haensel\" width=\"711\" height=\"400\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6081\" class=\"wp-caption-text\">Ein Teil von Hubert Haensels Bibliothek<\/p><\/div>\n<p>Sp\u00e4ter, w\u00e4hrend meiner Zeit auf dem Gymnasium, waren es vor allem die Hefte der <strong>Terra-Reihe<\/strong>, die ich mir regelm\u00e4\u00dfig kaufte \u2013 und ab Band 209 der Erstauflage auch <a title=\"Artikel in der wikipedia \u00fcber 'Perry Rhodan'\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Perry_Rhodan&amp;oldid=138157923\" target=\"_blank\">Perry Rhodan<\/a>. Weitere Science-Fiction-Serien kamen hinzu. Das alles weckte mein Interesse an Raumfahrt, Astronomie und den damit zusammenh\u00e4ngenden Themen. W\u00e4hrend der Schulzeit begann mein Traum, selbst einmal Romane zu schreiben. Ohnehin las ich damals sehr viel, nicht nur SF, sondern auch Fantasy- und Abenteuerromane. Nahezu alle Karl-May-B\u00fccher habe ich ebenfalls verschlungen.<\/p>\n<p>Tja, und dann kam jener verh\u00e4ngnisvolle Tag, an dem ich mich entschloss, mich bei einem Storywettbewerb zu beteiligen. Ein Science-Fiction-Thema, nat\u00fcrlich. Mit meiner <strong>Kurzgeschichte Mentalit\u00e4t<\/strong> gewann ich den zweiten Preis.<br \/>\nDas war schon ein etwas st\u00e4rkerer Schubs des Schicksals. Was blieb mir anderes \u00fcbrig, als mich an die Schreibmaschine zu setzen (es gab noch keinen PC) und ein langes Romanmanuskript zu schreiben? Gesehen hat es au\u00dfer mir niemand, denn als ich damit fertig war, konnte ich die M\u00e4ngel darin selbst aufsp\u00fcren.<br \/>\nErst ein drittes Manuskript schickte ich wirklich ein. Einige Monate vergingen, bis ich es per Post zur\u00fcckbekam. Meine anf\u00e4ngliche Entt\u00e4uschung schlug allerdings schnell in Freude um, als ich das Begleitschreiben des Lektors las. Ich sollte mich mit ihm in Verbindung setzen und das Manuskript k\u00fcrzen, weil es f\u00fcr ein Romanheft zu umfangreich geworden war. Dieser erste Roman erschien 1978 in der <a title=\"Rezension von 'Das Geisterschiff' auf retrosektor.de\" href=\"http:\/\/retrosektor.de\/b_ta379.htm\" target=\"_blank\"><strong>SF-Reihe Terra Astra<\/strong> unter dem Titel <strong>Das Geisterschiff<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p><strong>02) Fiel Dir die Entscheidung, Autor zu werden, leicht?<\/strong><\/p>\n<p>Ich wollte es nicht anders. Genauer gesagt: Diese Entscheidung stellte sich mir anfangs nicht in dieser Weise.<br \/>\nZum einen war ich inzwischen seit einigen Jahren verheiratet und meine bessere H\u00e4lfte hatte schon die ersten schriftstellerischen Gehversuche akzeptiert. Zum anderen schrieb ich nur nebenher, sozusagen als Hobby und Stressausgleich. In der Tat, Stress hatte man als Bankkaufmann schon in den achtziger Jahren des letzten Jahrtausends, wenn auch nicht wie heute als Folge ausufernder B\u00fcrokratie.<br \/>\nAuf einem anderen Blatt steht, dass ich sehr schnell Stammautor bei <strong>Atlan<\/strong> und <strong>Mythor<\/strong> wurde und demzufolge durchaus monatlich einen Roman verfasste. Das wurde vor allem m\u00f6glich, weil meine Frau nach der Geburt unseres ersten Kindes zuhause blieb und mich unterst\u00fctzen konnte. Wir haben zu jener Zeit in eine neue elektrische Typenradmaschine investiert. Nachts, wenn unsere Tochter schlief, schrieb meine Frau im Wohnzimmer mit dieser Schreibmaschine meine korrigierten Manuskriptseiten ins Reine, w\u00e4hrend ich in der K\u00fcche auf der gewohnten mechanischen Olympia die neuen Texte hackte. Das f\u00fchrte bald dazu, dass ich jede fertige Seite sofort nachbearbeitete und korrigierte, weil Gudrun schon hinter mir stand, mir \u00fcber die Schulter schaute und Nachschub verlangte. Das Familienleben blieb also gewahrt.<br \/>\nDie Entscheidung, hauptberuflich Autor zu werden, barg schon mehr Brisanz. Das war im Jahr 2002. Da hatte ich immerhin bereits 24 Jahre schriftstellerische Erfahrung und auch in Genres wie Krimi, Horror und Seeabenteuer geschrieben. Au\u00dferdem war ich inzwischen Stammautor bei <a title=\"\u00dcber Huber Haensel auf perry-rhodan.net\" href=\"http:\/\/perry-rhodan.net\/hubert-haensel.html\" target=\"_blank\">Perry Rhodan<\/a>.<br \/>\nMeine Frau redete mir sogar zu. Das liegt mittlerweile dreizehn Jahre zur\u00fcck. Ich habe diesen Schritt nicht bereut.<\/p>\n<div id=\"attachment_6083\" style=\"width: 543px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Arbeitsplatz_Hubert.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6083\" class=\"size-medium wp-image-6083\" src=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Arbeitsplatz_Hubert-533x400.jpg\" alt=\"Perry Rhodan Autor Hubert Haensel an seinem Arbeitsplatz\" width=\"533\" height=\"400\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6083\" class=\"wp-caption-text\">Perry Rhodan Autor Hubert Haensel an seinem Arbeitsplatz<\/p><\/div>\n<p><strong>03) Viele Menschen glauben immer noch, dass K\u00fcnstler das Leben eines Boh\u00e9miens f\u00fchren. Wie sieht Dein Arbeitsalltag wirklich aus?<\/strong><\/p>\n<p>Gefragt sind Disziplin und eine vern\u00fcnftige Zeiteinteilung, denn das s\u00fc\u00dfe Leben liegt tats\u00e4chlich gef\u00e4hrlich nah. Als Bankkaufmann war ich es gewohnt, morgens um 7.45 Uhr am Arbeitsplatz zu sein \u2013 und abends keineswegs p\u00fcnktlich um 17.00 Uhr alles fallen zu lassen. Im Immobiliengesch\u00e4ft war es unerl\u00e4sslich, nach Feierabend Termine zu vereinbaren, und das galt ebenso f\u00fcrs Kreditgesch\u00e4ft. Von Schriftstellern behauptet man salopp, sie k\u00f6nnten bis Mittag schlafen und anschlie\u00dfend w\u00fcrde es gen\u00fcgen, zwei, drei Stunden am PC zu sitzen. Das sind M\u00e4rchen. Nat\u00fcrlich ben\u00f6tigt jeder einen mehr oder weniger gro\u00dfen Zeitaufwand f\u00fcr Recherchen, und beim Lesen darf man es sich durchaus mal bequem machen. Aber kein Text schreibt sich von selbst, und irgendwann muss jedes Manuskript abgegeben werden \u2013 schon aus egoistischen Gr\u00fcnden, will der Autor nicht eines Tags verhungern.<br \/>\nDas hei\u00dft, ich sitze fr\u00fch schon vor 8 Uhr am PC, erlaube mir meist nur eine ganz kurze Mittagspause und arbeite bis gegen 18 Uhr. Sp\u00e4testens nach der Tagesschau sitze ich wieder am Schreibtisch, weil es dann ruhiger wird: kein Telefon mehr; keine unerwarteten Besucher; niemand, der irgendwas von mir will. Da k\u00f6nnen die Gedanken endlich frei flie\u00dfen. Letztlich f\u00fchrt das nicht selten dazu, dass ich einen Tag und eine Nacht lang komplett durcharbeite. Umso sch\u00f6ner wird der Tag Freizeit, den ich mir dann genehmige, wenn ein Manuskript fertig und abgegeben ist. Nun ja, eigentlich blieb vorher genug liegen, das auch erledigt werden will.<br \/>\nSchriftsteller ist also ein Beruf wie jeder andere: Vom Nichtstun wird nichts!<\/p>\n<p><strong>04) An welchem Projekt arbeitest Du gerade?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Jahr ist gut ausgef\u00fcllt mit der Arbeit f\u00fcr <strong>Perry Rhodan<\/strong>. Da sind die Heftromane der Erstauflage, die mittlerweile fast bei Band 2800 angelangt sind. Diese Zahl muss man sich wahrhaft auf der Zunge zergehen lassen. Seit dem 9. September 1961 erscheint Woche f\u00fcr Woche ein Heftroman. Nat\u00fcrlich arbeiten wir im Team und sind zumeist um die zehn Autorinnen und Autoren. Wenn dieses Interview erscheint, schreibe ich wohl schon an einem <strong>Perry-Rhodan-Heftroman<\/strong> gleich am Anfang des neuen Zyklus nach Band 2800.<br \/>\nIm Augenblick arbeite ich am Manuskript f\u00fcr einen <a title=\"Artikel in der perrypedia \u00fcber die Silberb\u00e4nde\" href=\"http:\/\/www.perrypedia.proc.org\/mediawiki\/index.php?title=Silberb%C3%A4nde&amp;oldid=1061769\" target=\"_blank\">Perry-Rhodan-Silberband<\/a>. Das ist ein Hardcover mit rund 400 Seiten. Das Buch tr\u00e4gt bereits die Nummer 131, wir haben hier also die Karl-May-B\u00fccher zahlenm\u00e4\u00dfig l\u00e4ngst \u00fcberrundet.<br \/>\nUnsere Leser und Fans und nat\u00fcrlich wir selbst nennen diese Hardcover <strong>Silberb\u00e4nde<\/strong> wegen ihrer \u00e4u\u00dferen Gestaltung. Vier B\u00fccher erscheinen j\u00e4hrlich. Es sind keine neu geschriebenen Geschichten, vielmehr werden die Romane der Perry-Rhodan-Serie mehr oder weniger stark \u00fcberarbeitet und zusammengefasst. Seit Buch 81 trage ich daf\u00fcr die Verantwortung. Ein toller, komprimierter Lesestoff, der das Perry-Rhodan-Flair ins Buch bringt.<br \/>\nManuskripte f\u00fcr die Erstauflage, die vier B\u00fccher sowie hin und wieder ein Sonderprojekt f\u00fcllen mein Arbeitsjahr aus.<br \/>\nKnapp zwanzig Jahre lang war ich zudem f\u00fcr die vierw\u00f6chentlich erscheinenden Risszeichnungen sowie den <a title=\"Was ist der Perry-Rhodan-Report?\" href=\"http:\/\/www.perrypedia.proc.org\/mediawiki\/index.php?title=Perry_Rhodan-Report&amp;oldid=1027818\" target=\"_blank\">Perry-Rhodan-Report<\/a> verantwortlich. Beides habe ich jedoch im Jahr 2014 an meinen Kollegen <a title=\"\u00dcber R\u00fcdiger Sch\u00e4fer\" href=\"http:\/\/www.perrypedia.proc.org\/mediawiki\/index.php?title=R%C3%BCdiger_Sch%C3%A4fer&amp;oldid=1061772\" target=\"_blank\">R\u00fcdiger Sch\u00e4fer<\/a> abgegeben. Das hatte zeitliche Gr\u00fcnde.<\/p>\n<div id=\"attachment_6085\" style=\"width: 455px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/hubert_haensel_bookshelf1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6085\" class=\"wp-image-6085 size-medium\" src=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/hubert_haensel_bookshelf1-445x400.jpg\" alt=\"nicht nur Science Fiction im B\u00fccherregal\" width=\"445\" height=\"400\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6085\" class=\"wp-caption-text\">Eines der B\u00fccherregale von Hubert Haensel&#8230;<\/p><\/div>\n<p><strong>05) Der PC ist ein wichtiges Werkzeug f\u00fcr Autoren. Dazu kommt noch das Internet. Diskussionsforen, Webseiten, Blogs und &#8220;Datenbanken&#8221; wie Wikipedia sind f\u00fcr viele unentbehrlich geworden. Wie stark nutzt Du f\u00fcr deine Arbeit das Internet?<\/strong><\/p>\n<p>Das Internet ist f\u00fcr Recherchezwecke nahezu unentbehrlich geworden. Ich denke da zum Beispiel an den laufenden Regalmeter Fachliteratur \u00fcber alte Segelschiffe und \u00fcbers Segeln an sich, die ich allein f\u00fcr meine Seeabenteuer als Nachschlagewerke ben\u00f6tigt habe. Es war teils aufwendig und zeitraubend, Sekund\u00e4rliteratur zu besorgen. Die Recherche im Internet geht zumeist schneller voran.<br \/>\nF\u00fcr <strong>Perry Rhodan<\/strong> gibt es ein eigenes Werk von Fans f\u00fcr Fans: die <a title=\"Startseite der Perrypedia\" href=\"http:\/\/www.perrypedia.proc.org\/mediawiki\/index.php?title=Hauptseite&amp;oldid=927415\" target=\"_blank\">Perrypedia<\/a>. Aufgebaut nach dem <strong>Wikipedia-Prinzip<\/strong>, ist das ein sehr umfangreiches Lexikon f\u00fcr Perry Rhodan und nat\u00fcrlich eine Fundgrube f\u00fcr uns Autoren. Immerhin brauchen wir ein Datenwissen, das sich in beinahe schon 55 Jahren angesammelt hat.<br \/>\nNat\u00fcrlich bringt mir das Internet auch die M\u00f6glichkeit, mit Fans zu diskutieren.<br \/>\nAber dar\u00fcber hinaus halte ich mich von vielem fern, was nicht unbedingt sein muss. Ich meide jedenfalls diese Art von <strong>Zeitr\u00e4uber<\/strong>. Dem Trend, alle zehn Minuten \u00fcber Facebook oder Twitter zu posten, was ich gerade denke, lese oder esse, verschlie\u00dfe ich mich. Daf\u00fcr w\u00e4re mir meine Zeit zu schade. Und ganz ehrlich: Wen interessiert so etwas?<\/p>\n<p><strong>06) Wir leben in einer sich immer schneller ver\u00e4ndernden Welt. Wie gehst Du mit diesen Ver\u00e4nderungen um?<\/strong><\/p>\n<p>Als Science-Fiction-Autor sollte ich eigentlich auf alle denkbaren Ver\u00e4nderungen vorbereitet sein. Zugleich wei\u00df ich aber auch, dass die <strong>Realit\u00e4t<\/strong> schlimmer sein kann als die bl\u00fchendste <strong>Fantasie<\/strong>.<br \/>\nIch picke mir aus den Ver\u00e4nderungen heraus, was mir als sinnvoll erscheint, was mir in irgendeiner Weise helfen oder mich unterst\u00fctzen kann. Deshalb hatte ich sehr schnell einen PC, als diese einigerma\u00dfen erschwinglich wurden, und habe meine mechanische Schreibmaschine eingemottet.<br \/>\nAuch warte ich sehns\u00fcchtig auf einige <strong>Erfindungen<\/strong>, die leider noch nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Eine <strong>Brennstoffzelle<\/strong> f\u00fcr meine Heizung, f\u00fcrs Auto ebenfalls, w\u00e4re so eine Ver\u00e4nderung.<br \/>\nUnd was die moralischen, ethischen oder auch menschlichen Ver\u00e4nderungen anbelangt, die wohl zu einem unserer gr\u00f6\u00dften Probleme mutieren werden: Ich f\u00fchle mich als <strong>Terraner!<\/strong> Alles andere bringt uns auf diesem Planeten nicht mehr weiter, sondern nur immer dichter an den Abgrund heran.<\/p>\n<div id=\"attachment_6084\" style=\"width: 456px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/hubert_haensel_bookshelf2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6084\" class=\"wp-image-6084 size-medium\" src=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/hubert_haensel_bookshelf2-446x400.jpg\" alt=\"B\u00fccherregal von Autor Hubert Haensel\" width=\"446\" height=\"400\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6084\" class=\"wp-caption-text\">&#8230;und man findet dort nicht nur Science Fiction Literatur!<\/p><\/div>\n<p><strong>07) Gibt es einen Traum, den Du Dir erf\u00fcllen m\u00f6chtest?<\/strong><\/p>\n<p>Dieser Traum hat leider eine Vorbedingung: Ich muss im Lotto gewinnen, und zwar eine gr\u00f6\u00dfere Summe. Dann w\u00fcrde ich gern ein paar Tage <strong>Studienaufenthalt im Erdorbit<\/strong> verbringen. Das w\u00e4re zumindest ein ganz kleiner Hauch Weltraumfeeling.<\/p>\n<p><strong>08) Zum Abschluss m\u00f6chte ich Dir eine ganz pers\u00f6nliche Frage stellen: Was hast du vom Leben gelernt?<\/strong><\/p>\n<p>Dass man gar nicht erst versuchen soll, Probleme auszusitzen, sondern zupacken und das Beste daraus machen.<br \/>\nGanz davon abgesehen m\u00fcssen wir uns immer vor Augen halten, dass wir Menschen nicht der Mittelpunkt des Universums sind. Die Erde ist nur ein unbedeutender kleiner Planet einer kleinen Sonne im vergleichsweise sternenarmen <strong>Randgebiet<\/strong> unserer Milchstra\u00dfe. Und die Milchstra\u00dfe ist nur eine von <strong>Milliarden Galaxien<\/strong> &#8230; Wie bedeutend sind also die Probleme, die wir uns auf diesem Planeten selbst bereiten?<br \/>\nGanz hart ausgedr\u00fcckt: Ob es die Menschheit gibt oder nicht, ist der Sch\u00f6pfung nicht einmal ein Fingerschnippen wert. Umso mehr sollten wir uns anstrengen, das Gegenteil zu beweisen.<\/p>\n<p>Ich bedanke mich f\u00fcr die Fragen und nat\u00fcrlich f\u00fcr das Interesse an meinen Antworten.<\/p>\n<p><em>Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/em><br \/>\n<em> Hubert Haensel<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_6082\" style=\"width: 291px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Autogrammkarte_Hubert_600px.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6082\" class=\"size-medium wp-image-6082\" src=\"http:\/\/www.ralf-schoofs.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Autogrammkarte_Hubert_600px-281x400.jpg\" alt=\"Autogrammkarte von Perry Rhodan Autor Hubert Haensel\" width=\"281\" height=\"400\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6082\" class=\"wp-caption-text\">Autogrammkarte von Hubert Haensel<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hubert Haensel wurde im Jahr 1952 in einer kleinen Stadt im Fichtelgebirge geboren und lebt heute noch dort. 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