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Perry Rhodan Report

Mein Space-Art Bild im Perry Rhodan Report
Im vergangenen Jahr habe ich den Science Fiction Autor Hubert Haensel getroffen. Im Perryversum ist er nicht nur für die Silberbände und Risszeichnungen zuständig, sondern auch für den Perry Rhodan Report.
Und so kam es, das er mich um eine Illustration gebeten hat! Da der Innenteil der Perry Rhodan Hefte nur in schwarzweiß gedruckt wird, habe ich mein Space-Art Bild gleich in Graustufen angelegt:

Erforscht diese Welten - Ausschnitt

Mein Space-Art Bild für den Perry Rhodan Report in Band 2704 „Die Rückkehr der JULES VERNE“

Veröffentlicht wurde meine Illustration am Freitag, den 14. Juni 2013 im Heftroman „Die Rückkehr der JULES VERNE“ von Hubert Haensels Kollegen Michael Marcus Thurner. Das wurde sogar im passenden Eintrag in der Internet Speculative Fiction Database vermerkt (Publication Record # 419549).

 

E-Mail Interview mit Dr. Florian Freistetter

Ich bin Astronom, habe als Astronom an diversen Universitäten gearbeitet und bin seit 2012 freier Wissenschaftsautor. Einen längeren Lebenslauf gibt es hier: http://www.florian-freistetter.de/vita.html

Florian Freistetter, Fotograf: Simon Kumm, CC-BY-SA 3.0

Florian Freistetter, Fotograf: Simon Kumm, CC-BY-SA 3.0

01) Herr Freistetter, zu Beginn unseres Email-Interviews stelle ich Ihnen die Frage alle Fragen: wie kamen Sie zur Astronomie?

Zufällig. Ich habe mich nie für Astronomie interessiert; erst mit 17 Jahren fing ich an, Kosmologie interessant zu finden. Fälschlicherweise habe ich angenommen, man müsste Astronomie studieren, um Kosmologie betreiben zu können (theoretische Physik wäre korrekt gewesen). Im Laufe des Studiums habe ich dann aber doch noch mein Interesse für die Astronomie entdeckt. Im Detail habe ich das hier beschrieben: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/02/01/wie-ich-wissenschaftler-wurde-und-warum-ich-heute-keiner-mehr-bin/

02) Viel Ihnen die Entscheidung Astronomie zu studieren leicht?

Siehe oben. Ich hatte zwar kurz überlegt, Biologie zu studieren aber Astronomie war immer die erste Wahl.

03) Was hat Sie in Ihrem bisherigen beruflichen Leben entscheidend geprägt?

Das kann ich nicht sagen. Da gibt es keine großen revolutionären Ereignisse. Alles, was einem jedem Tag passiert, prägt einen Menschen. Vielleicht war es meine Zeit in Jena. Dort musste ich sehr viele Lehrveranstaltungen halten und durch den ständigen Kontakt mit den Studenten habe ich viele Sachen nochmal komplett neu gelernt und verstanden.

04) Wie sieht Ihr normaler Arbeitsalltag aus?

Ich bin kein Wissenschaftler mehr. Ich bin freiberuflicher Wissenschaftsautor. Das heißt, ich teile mir meine Arbeitszeit selbst ein. Einen fixen Ablauf gibt es da nicht. Ich schreibe ein paar Artikel für mein Blog und kümmere mich um den laufenden Betrieb. Je nach Bedarf schreibe ich auch Artikel für Zeitungen, schreibe an meinen Büchern oder bereite Lesungen und Vorträge vor.

05) An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?

An keinem speziellen Projekt. Aber ich schreibe gerade an einem neuen Buch.

Merkur 3.0

„Merkur“ von Ralf Schoofs

06) Neben den Teleskopen ist der PC ein wichtiges Werkzeug für die Astronomie. Dazu kommt noch das Internet. Diskussionsforen, Webseiten, Blogs und Datenbanken wie etwa Simbad sind für viele unentbehrlich geworden. Wie stark nutzen Sie für Ihre Arbeit das Internet?

Naturwissenschaftliche Arbeit ist heute ohne das Internet nicht möglich. Das ist aber nichts neues, das war schon vor 10 Jahren so. Datentransfer, Kommunikation, Datenverarbeitung und so weiter – das alles geht nicht ohne das Internet. Und als jemand, der heute sein Geld damit verdient, Texte im Internet zu veröffentlichen, ist das Netz für meine Arbeit natürlich essentiell.

07) Sie betreiben den Blog scienceblogs.de/astrodicticum-simplex. Wie wurden Sie Blogger?

Ich habe das einfach mal ausprobiert, weil ich immer schon gerne Blogs gelesen habe und selbst wissen wollte, ob es Spaß macht, so ein Blog zu verfassen und ob sich ein Blog als Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit eignet. Es hat mir Spaß gemacht und im Laufe der Jahre wurde die Sache sehr erfolgreich.

08) Wie ist Ihre Meinung zu den „sozialen Netzwerken“, wie Facebook, Twitter, StudiVZ, Xing, LinkedIn und dergleichen?

Das sind ganz normale Medien und Kommunikationsmöglichkeiten. Man kann und soll sie weder pauschal verdammen noch in den Himmel loben. Es kommt darauf an, was mit diesen Netzwerken anstellt und das ist höchst individuell. Genauso wie man am Telefon wichtige Sachen besprechen oder nur Unsinn reden kann, kann man auch Facebook oder Twitter vernünftig oder unsinnig einsetzen. Für mich persönlich sind das wichtige Wege, um mit den Leserinnen und Leser meiner Texte direkt in Kontakt treten zu können.

09) Wir leben in einer sich immer schneller verändernden Welt. Wie gehen Sie mit diesen Veränderungen um?

Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Welt „immer schneller“ wird. Sie verändert sich, aber das ist nichts neues. Seit es die Welt gibt und seit Menschen auf ihre leben, verändert sich die Welt und die Art und Weise, wie Menschen auf ihr Leben. Menschen müssen ihr ganzes Leben mit einer veränderten Welt umgehen. Ich denke nicht, das unsere Zeit hier irgendwie besonders ist. Es kommt uns nur so vor, weil wir natürlich dazu neigen, uns selbst wichtiger zu nehmen als alles andere.

Saturn und Tethys

„Saturn und Tethys“ von Ralf Schoofs

10) Wenn Sie einen Plan für die nächsten, sagen wir vier Jahre hätten, wie würde der in etwa aussehen?

Ich habe keinen Plan. Ich möchte weiter Menschen vermitteln, wie faszinierend, spannend und wichtig Wissenschaft ist. Solange ich von dieser Arbeit leben kann, werde ich das weiter machen. Wenn ich nicht mehr davon leben kann, muss ich mir etwas anderes suchen – aber diese Entscheidung treffe ich, wenn es so weit ist.

11) Was würden Sie den jungen Menschen raten, die gerade ihr Abitur/Hochschulreife erlangt haben und die vor der Entscheidung stehen ob Sie ein Studium beginnen oder in das Berufsleben einsteigen sollen?

Man soll immer das machen, wovon man überzeugt ist. Es bringt nichts, sein Leben nach irgendwelchen äußeren Parametern zu planen. Was nützt es, wenn man einen Job nur macht, um schnell viel Geld zu verdienen, aber dabei unglücklich ist? Wer lernen will, soll auf jeden Fall lernen. Wissen schadet nie.

12) Wenn Sie auf Ihre bisherige Karriere zurückblicken, worauf sind Sie besonders stolz?

Auf nichts spezielles. Ich mache meine Arbeit und ich mache das, was ich gut kann. Aber „stolz“ bin ich auf nichts. Zufrieden, erfreut, glücklich – aber nicht „stolz“. Stolz mag ich nicht.

13) Gibt es einen Traum, den Sie sich erfüllen möchten?

Naja, nicht wirklich. Ich möchte weiterhin von einer Arbeit leben können, die mir Spaß macht.

14) Zum Abschluss möchte ich Ihnen eine sehr persönliche Frage stellen: was haben Sie vom Leben gelernt?

Tut mir leid, auf diese Frage kann ich nicht antworten. Das ist mir zu klischeehaft. „Das Leben“ ist das Leben. Man lebt es und lernt dabei, in jeder einzelnen Sekunde. Aber im echten Leben gibt es selten irgendwelche großen „Lektion“, die „das Leben“ für uns bereit hat.

 

 

E-Mail-Interview mit Thorsten Küper

Thorsten Küper, alias Kueperpunk, Jahrgang 69, Herner und vieles mehr: Autor, Blogger, Knippser, Filmemacher, Vorleser, Gelegenheits-Poetry Slammer, Transhumanist, Realavatar, Cyberpunk, Netzbürger, Querdenker, SecondLife Bewohner.

Zitat Thorsten Küper:

„In den letzten Jahren habe ich Kurzgeschichten für Magazine und Anthologien, Artikel über Kunst, Kultur und virtuelle Realität und satirische Text geschrieben. Die Begeisterung fürs Web, für Blogs und Metaversen lässt mich seit einem Jahrzehnt nicht mehr los. Das Blog Kueperpunk gibt es seit August 2004.“

 

01) Thorsten, gleich zu Beginn unseres Email-Interviews stelle ich Dir die Frage alle Fragen: wie kamst Du zur Science-Fiction?

Da gab es „Raumschiff Enterprise“ und „Mondbasis Alpha 1“. Damals in den frühen 70ern. Und dann, ich schätze so etwa 1978 eine Fernsehsendung. Kennen Sie Kino? Da zeigten sie den ersten Ausschnitt aus „Krieg der Sterne“ und ich war sofort Feuer und Flamme. Für die nächsten Jahre, so bis etwa 1983 hat Star Wars für mich definiert, wie Science Fiction aussehen muss. Dann habe ich angefangen Romane zu lesen. Massenweise. Entdeckte andere Filme. Tron, Blade Runner, der Wüstenplanet. So sind wohl viele aus meiner Generation zur Science Fiction gekommen.

02) Du bist von Beruf Lehrer. Fiel Dir die Entscheidung Autor zu werden leicht?

Ich war schon Autor, bevor ich Lehrer wurde. Aber mir war schon früh klar, dass ich in einem Land, in dem das zur Schau gestellte Desinteresse an Science Fiction zum guten Ton gehört, auf irgend eine Weise den eigenen Kühlschrank füllen muss. Da ich Physik studiert hatte, bot es sich an, Lehrer zu werden.

03) Was hat Dich in Deinem beruflichen Leben entscheidend geprägt?

Meinst du als Autor, oder als Lehrer? Als Autor prägen mich all die Medien, die mich umgeben. Literatur, Filme, Musik. Ganz besonders die Musik sogar. Als Lehrer meine großartigen Kollegen. (Ich denke, die wenigsten von ihnen werden dieses Interview jemals lesen, es ist also keine Schmeichelei.)

04) Viele Menschen glauben immer noch, das Künstler das Leben eines Bohémiens führen. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Autors und Bloggers wirklich aus?

Siehe die Frage oben. Ich habe einen Hauptberuf, stehe morgens um 6.30 Uhr auf, gehe zur Arbeit und sobald ich zuhause bin – tja, arbeite ich weiter. Schreibe, blogge, plane Events, lese vor und manchmal – aber ganz selten – darf ich sogar vor der Kamera ein bisschen schauspielern.

05) Was ist die treibende Kraft für Deine Werke? Der schöpferische Drang? Die Inspiration?

Ich wollte niemals einfach nur Fan von irgendwas sein. Für mich ist es wichtig, selbst irgendetwas zu machen, etwas auf die Beine zu stellen. Wenn ich nicht vorbereite, plane, schreibe, oder blogge, werde ich unruhig.

Deutsches SF-Magazin NOVA; Ausgabe 20

Das Science Fiction Magazin NOVA

06) An welchem Projekt arbeitest Du gerade?

Aktuell an Kurzgeschichten, natürlich am Blog, morgen wird mein virtuelles Theaterstück uraufgeführt, das auf meiner Story „Debugging You“ basiert. Wir planen gerade eine größere Veranstaltung in SecondLife über E-Publishing, sowie ein Steampunk Event und für den Dortcon im März muss ich auch noch einiges vorbereiten. Ach ja, im Februar laden wir zur Kulturkonferenz in SecondLife ein. Dann treffen sich Spinner wie wir, die im Metaversum Lesungen, Konzerte, Theater oder Ausstellungen veranstalten und wir schauen, wie wir unsere Projekte bekannter machen können.

07) Der PC ist ein wichtiges Werkzeug. Dazu kommt noch das Internet. Diskussionsforen, Webseiten, Blogs und virtuelle Welten wie SecondLife sind für viele unentbehrlich geworden. Wie stark nutzt Du für Deine Arbeit das Internet?

Fast alles, was ich tue, funktioniert nur mit Computer und Internet. Storys verschicke ich per Mail, Veranstaltungen werden per Facebook oder Email geplant, wir machen online-Lesungen in SecondLife zusammen mit den Brennenden Buchstaben. Das nimmt nicht jeder so ganz ernst, aber wir tun das mit großer Begeisterung. Vom Bloggen mal ganz abgesehen. Ich verbringe also einen großen Teil meiner Zeit vor dem Computer. Jedenfalls, wenn ich nicht gerade an der Kaffeemaschine stehe.

08) Wieviel Zeit und Arbeit steckst Du in Deinen Blog kueperpunk?

Ich schreibe meistens nur kurze Blogposts, so dass das Bloggen täglich vielleicht eine halbe Stunde einnimmt. Wesentlich mehr Zeit verbringe ich mit dem Stöbern im Web. Also offen gesagt: ich bin eigentlich immer vor der Kiste. Das merkt man zum Beispiel daran, wie schnell ich auf Mails oder private Nachrichten reagiere.

09) Wie ist Deine Meinung zu den „neuen Medien“, wie Facebook, Twitter, StudiVZ, Xing, und dergleichen?

Ich selber nutze Facebook und Twitter. Einmal als Kommunikationsplattform, als Veranstaltungskalender, aber auch als Multiplikatoren für mein Blog. Ich halte all diese Medien für sinnvoll, aber auch für überbewertet. Im positiven UND negativen Sinne. Es ist sehr trendig geworden, sich über Datenschutzlücken und verkaufte persönliche Informationen zu empören. Erstaunlicherweise benutzen die Kritiker neuer Medien, um ihre Vorbehalte zu äußern, bevorzugt die Medien, die ihnen so große Angst machen.
Wenn ich etwas ins Netz schreibe, dann darf ich mich nicht wundern, wenn es jemand liest. Als Blogger WILL ich natürlich, das gelesen wird, was ich schreibe. Wozu sollte ich mir sonst die Mühe machen?

10) Wir leben in einer sich immer schneller verändernden Welt. Wie gehst Du mit diesen Veränderungen um?

Äh, in dem ich öffentliche Verkehrsmittel meide?

Ernsthaft? Die Welt ändert sich? Ja, gut, das Web ist ein großartiges Beispiel für technische Innovationen. Wir kriegen unseren Kühlschrank, der selbstständig Milch nach bestellt , oder sich verriegelt, wenn er meint, wir haben heute schon zu viel gegessen. Und auch einen 3D Fernseher.

Wir vergessen allerdings die wichtigen Innovationen. Wieso müssen wir immer noch 40 Stunden pro Woche oder mehr arbeiten? Barbarischer Unfug. 20 Stunden sollte das Äußerste sein. Rente ab 67 oder älter? 1970 wurde in einen Filmbeitrag über unsere Zukunft die Rente ab 50 prognostiziert. Nein, das Zeitalter der finsteren Leibeigenschaft ist noch nicht vorbei. Wir hängen ziemlich hinter dem Zeitplan her, finde ich.

11) Wenn Du einen Plan für die nächsten, sagen wir vier Jahre hättest, wie würde der in etwa aussehen?

Mein Programm mit voller Energie weiterfahren und machen machen machen.

12) Was würdest Du den jungen Menschen raten, die gerade ihr Abitur oder Hochschulreife erlangt haben und die vor der Entscheidung stehen ob Sie ein Studium beginnen oder in das Berufsleben einsteigen sollen?

Schwierig, das muss jeder für sich entscheiden. Aber wenn man gerade ein Schulabschluss gemacht hat, bedeutet das nicht, dass man schon bereit ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Man kennt sich ja selbst noch nicht mal richtig. Das Studium verschafft einem etwas Zeit. Man sollte sich selbst beobachten, sich die Chance geben, herauszufinden, was man will.

13) Wenn Du auf Deine Karriere als Autor und Blogger zurückblickst, worauf bist Du besonders stolz?

Das klingt ja wie bei der Oscar Verleihung für sein Lebenswerk. Ich fang doch gerade erst an! Ich bin schon stolz darauf, dass ich in einigen tollen Magazinen und Sammlungen veröffentlichen durfte. Darunter sogar eine amerikanische mit den besten deutschen Science Fiction Kurzgeschichten aus drei Jahrhunderten. Meine Story wurde sogar im großen amerikanischen SF Blog io9.com lobend erwähnt. Das ist schon toll.
Was das Bloggen angeht, bin ich stolz darauf, das seit mehr als acht Jahren wirklich so konsequent durchzuziehen. Auf diese Weise ist mein persönliches Tagebuch mit mittlerweile fast 8000 Einträgen entstanden. Fühlt sich immer etwas seltsam an, wenn ich darin lese, denn gerade in diesen letzten Jahren ist unglaublich viel passiert.

14) Gibt es einen Traum, den Du Dir erfüllen möchtest?

Einen? Viele! Der Punkt ist der: Ich bin nicht bereit, einen davon aufzugeben, deswegen mache ich einfach immer weiter.

15) Zum Abschluss möchte ich Dir eine ganz persönliche Frage stellen: was hast Du vom Leben gelernt?

Puh. Im Grunde habe ich das schon oben geschrieben: Weitermachen. Wenn du etwas willst, wirst du dich dafür ins Zeug legen müssen!

Science-Fiction Autor Thorsten Küper

Autor und Blogger Thorsten Küper alias kueperpunk