Mannomann! Zombies sind voll siffig

Dat war wieder eine echt schmierige Woche! Erst tut man dat untote Gesindel endgültig ins Jenseits beförden, dann müssen wir dat ganze Gekröse, Gedärm und die stinkigen Leichenteile von die Zombies einsammeln. Da darf kein Fitzken von übrig bleiben.

Abba dann geht die Arbeit erst richtig los! Der ganze schleimige Siff muß aufgewischt und in große Eimer von Tupperware luftdicht verpackt werden. Die werden dann mit die Leichenteile von die Zombies in unserem speziellen Krematorium entsorgt. Und mit Domestos und Danklorix wird alles so lange geschrubbt, bis alles wieder glänzt! Dat dauert manchmal richtig lange.

Mannomann, bei die Spezialeinheit komme ich mich manchmal echt vor wie so eine Feudeltrulla.

 

Was hat Curiosity auf dem Mars gefunden?

Was hat Curiosity auf dem Mars gefunden?

Was hat Curiosity auf dem Mars gefunden?

Vielleicht Aliens? Nein, aber im Ernst, niemand anderer als John Grotzinger, Projektwissenschaftler des MSL (der Rover Curiosity) heizt mit einem Interview die Spekulationen an. Er spricht dort von Zitat: “This data is gonna be one for the history books. It’s looking really good.”

Entdeckung für die Geschichtsbücher
Haben die Messinstrumente von Curiosity Methan auf dem Mars gefunden? Das würde auf biologische Prozesse hinweisen und damit auf außerirdisches Leben. Oder hat man Wassereis gefunden?

Wilde Spekulationen im WWW
Liebe Leute, haltet nicht die Luft an und vergesst nicht zu Atmen. So lange die verantwortlichen Wissenschaftler ihre Ergebnisse nicht dreifach und vierfach überprüft haben, werden die auch nichts veröffentlichen. Also hört auf zu spekulieren und führt euch die wirklich lesenswerten Artikel der Gale Gazette von Stuart Atkinson zu Gemüte!

Curiosity hat was auf dem Mars entdeckt!
Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und wenn die Wissenschsftler des MSL mit der Auswertung und genauen Überprüfung der Daten fertig sind, dann werden sie es der Internetgemeinde mitteilen. Wie hat es John Grotzinger gesagt? Zitat: “It’s looking really good.”

Poster "Mars or Bust"

Poster “Mars or Bust”

 

“Riding the Booster” Never Sounded Better

Dieses Video ist ein Zusammenschnitt von Film- und Ton-Material, aufgenommen wärend des Starts von STS-117 (Atlantis) und STS-127 (Endeavour).
Es wurde am 16. März 2012 auf dem Kanal NASAtelevison veröffentlicht. Die Szenen in denen sich die zur Erde stürzenden Booster gegenseitig filmen sind einfach spektakulär!

Rücksturz zur Erde!
Eigentlich geht das Video erst nach 2 Minuten richtig los: die beiden Feststoffbooster werden abgesprengt und stürzen zurück zu Erde!
Ab etwa 4:30 wird es dann richtig schräg. Die ausgebrannten Raketen geben Geräusche von sich, die mich an Tangerin Dreams experimentelle Musik anfang der 70er Jahre erinnern.

“From launch to landing, a space shuttle’s solid rocket booster journey is captured, with sound mixed and enhanced by Skywalker Sound.”
Diese knappe Beschreibung ist eine Untertreibung, aber sehen Sie selbst.

 

Mannomann! Unser Herr Funke hört jeden Zombie

Wie ich schon letztes mal geschrieben hatte, is dat Wetter im Herbst ja gar nix für die Untoten. Die sind nach paar Tagen vor sich hin gammeln ziemlich hinüber. Dat ganze verwesende Fleisch hält die vermoderten Knochen nich mehr zusammen. Der Gestank von die Aktion macht jeden Otto Normalsteuerzahler auf die Zombies aufmerksam. Die rufen die Polizei oder die Feuerwehr.

Tja, und da kommt unser Herr Funke ins Spiel! Der bekommt dat alles mit wat die SchuPos und Feuerwehr über Handy, Telefon oder Funk so von sich geben. Der hat ja damals dat ganze alte Abhörgerät von die Stasi mitgehenlassen, denn der war ja mal bei dem Erich seine Schnüffel-Brigade.

Ja und wenn der Herr Funke wat über Zombies und Untote hört, dann sagt der dat unserer Frau Doktor. Auf der ihr Kommando schnappen wir uns unser Waffen und dat ganze Putzzeug, springen in unseren Bulli und düsen los! Die Frau Doktor kümmert sich dann mit ihre Kollegen vonne Filzekrattie darum, dat wir ungestört von die Uniformträger dat untote Gesindel niedermachen können.

Mannomann, der Herr Funke hört echt jeden Zombie!

 

E-Mail Interview mit Prof. Dr. Hans-Ulrich Keller

01) Herr Professor Keller, gleich zu Beginn unseres Email-Interviews stelle ich Ihnen die Frage alle Fragen: wie kamen Sie zur Astronomie?

Schon im Vorschulalter fand ich Interesse an der Beobachtung von Mond und Sternen. Meine Tante, eine Lehrerin, erklärte mir so manches, z.B: auf dem Mond ist es kalt und die Sonne ist sehr heiß. Als ich lesen konnte, fiel mir ein Buch in die Hände, auf der die Reisezeiten zur Sonne anschaulich erklärt wurde – wie lange braucht ein Wanderer, ein Auto, ein Flugzeug, eine Rakete und das Licht zu ihr. Die Dimensionen im Weltall fand ich außerordentlich beeindruckend. Mit 12 Jahren hatte ich mir einen kleinen Refraktor von 5 cm Öffnung erspart, mit 14 Jahren wurde ich dann freier Mitarbeiter der URANIA-Sternwarte in Wien. Und ab 18 begann ich dann mit dem Studium der Astronomie, Physik und Mathematik an der Universität Wien. Wieder fand ich es sehr impressiv, durch den großen Refraktor (68 cm freie Öffnung, Brennweite 10,5 m) der Universitäts-Sternwarte Wien Planeten zu beobachten.

02) Viel Ihnen die Entscheidung Astronom zu werden leicht?

Es gab eigentlich keine große „Entscheidung“. So weit ich mich zurück erinnern kann, ich wollte immer schon Astronom werden. Mit einer Ausnahme: In den ersten zwei Semestern hörte ich eine Vorlesung über Zahlentheorie. Die Mathematik faszinierte mich so, dass ich fast entschlossen war, sie zu meinem Hauptfach zu wählen. Blieb dann aber doch bei der Astronomie, Mathematik blieb aber bis heute mein Hobby und zur Entspannung lese ich gerne Mathe-Bücher speziell über Zahlentheorie…

03) Was hat Sie in Ihrem beruflichen Leben entscheidend geprägt?

Die Erkenntnis: Mit Arbeit versaut man sich das ganze Leben – man soll nur seinen Hobbies nachgehen. Und das habe ich immer getan.
Beachtenswert fand ich den Spruch der alten Römer: Haec caelestes semper spectato, illa humana contemnito – Das Himmlische sollst du immer betrachten, das Menschliche aber schätze gering.

Professor Dr. Hans-Ulrich Keller. Quelle: wiki.raumenergiewiki.de

04) Viele Menschen glauben immer noch, das die Astronomen Ihre Zeit damit verbringen nächtelang durch ein Teleskop zu blicken. Wie sieht der Arbeitsalltag eines Astronomen wirklich aus?

Kommt auf die Position an, die man als Astronom hat. Als Direktor eines Instituts gibt es viel Verwaltungsarbeit und Organisatorisches ist zu erledigen, Personalführung und –einsatz. Arbeit in zahlreichen wissenschaftlichen Gremien und Organisationen usw.
Als Professor sind Vorlesungen zu halten, Übungen und Seminare sowie Prüfungen durchzuführen… nicht zu vergessen ist das Studium der immer umfangreicher werdenden Fachliteratur.
Ins Fernrohr blicken nur noch die Sternfreunde und Amateurastronomen oder gelegentlich mal in der Freizeit.
Ferner gehört die Auswertung von Beobachtungen, Berechnungen und das Publizieren von Fachartikeln und Büchern zu den zeitaufwändigsten Tätigkeiten.
Die Beobachtungen erfolgen heute auf wenigen Großsternwarten, wobei die einzelnen Astronomen sich dort nur wenige Nächte aufhalten und durch Nachtassistenten, Techniker und Ingenieure unterstützt werden (die die eigentlichen „Beobachter“ vor Ort sind). Inzwischen erfolgen über 50 Prozent der astronomischen Beobachtungen vollautomatisch, vor allem von Satelliten und Raumsonden. Man kann mitten am Tag dann am Monitor die Daten direkt einsehen. Nachtarbeit ist die seltene Ausnahme. Die romantischen Vorstellungen von den nächtlichen Aktivitäten der Astronomen sind ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert und davor.

05) An welchem Projekt arbeiten Sie gerade?

An mehreren, u.a. am HIMMELSJAHR 2014, einem neuen Skriptum für meine Vorlesung zur astronomischen Chronologie etc.

06) Neben den Teleskopen ist der PC ein wichtiges Werkzeug für die Astronomie. Ihr HIMMELSJAHR gibt es ja auch auf CD-ROM. Dazu kommt noch das Internet. Diskussionsforen, Webseiten, Blogs und Datenbanken wie etwa Simbad sind für viele unentbehrlich geworden. Wie stark nutzen Sie für Ihre Arbeit das Internet?

Ohne Computer wäre die Arbeit heute undenkbar. Sie dienen aber in erster Linie zu Berechnungen und Informationsaustausch mit Mitarbeitern und Kollegen weltweit, die Nutzung von Datenbanken, Infos aus erster Hand wie IAU (International Astronomical Union), NASA, US. Naval Observatory – Nautical Almanac Office, Minor Planet Center uvm. Vor „Googeln“ und sonstigen Suchmaschinen muss man warnen. Da gibt es leider viele nicht korrekte Angaben – vorsichtig ausgedrückt. Für Twittern, blogs, Foren, soziale Netzwerke wie Facebook habe ich keine Zeit…

07) Könnten Sie sich vorstellen einen eigenen Blog zu betreiben?

Siehe 06 !

Wo ist die zweite Erde?

“Kosmos Himmeljahr 2013, Seite 142, Monatsthema “Wo ist die zweite Erde?”. Copyright Ralf Schoofs/Astrofoto. Digital, Gimp 2.8, 1453 px mal 1090 px, 2012.

08) Wie ist Ihre Meinung zu den “neuen Medien”, wie Facebook, Twitter, StudiVZ, Xing, und dergleichen?

Wem’s Spass macht…ok

09) Wir leben in einer sich immer schneller verändernden Welt. Wie gehen Sie mit diesen Veränderungen um?

Ok, vieles ändert sich, aber mir geht es meist noch zu langsam. Aber ich sehe das sehr positiv. Früher musste man sich mit Logarithmentafeln und solchen für Winkelfunktionen abplagen, die ersten Taschenrechner waren sauteuer – heute hat man super Möglichkeiten, Berechnungen in Minutenschnelle durchzuführen, wofür man früher einen ganzen Tag brauchte. Unglaublich, was Taschenrechner und Computer heute zu geringsten Kosten leisten. Und erst die neuen Beobachtungstechniken! Wo wären wir Astronomen ohne CCDs und die modernen elektronischen Auswerte-Verfahren und die tollen Software-Angebote?!

10) Wenn Sie einen Plan für die nächsten, sagen wir vier Jahre hätten, wie würde der in etwa aussehen?

…über ungelegte Eier soll man nicht gackern.

11) Was würden Sie den jungen Menschen raten, die gerade ihr Abitur/Hochschulreife erlangt haben und die vor der Entscheidung stehen ob Sie ein Studium beginnen oder in das Berufsleben einsteigen sollen?

Kommt auf Interesse und Begabung an. Naturwissenschaften und Technik sind immer gefragt, wenn auch zur Mathematik kein Königsweg führt. Wer sich jedoch damit abplagt, sollte lieber eine praktische Berufausbildung anstreben. Nur wenn einen ein Fach wirklich begeistert und man es aus Interesse studiert, dann lohnt es sich und dann gibt es auch gute Chancen am Arbeitsmarkt.

Saturn und Tethys

Der Ringplanet Saturn von seinem Mond Tethys aus gesehen. “Kosmos Himmeljahr 2010″, Seite 97, Monatsthema “Die Monde des Ringplaneten”. Copyright Ralf Schoofs/Astrofoto. Digital, Photoshop, Lightwave, 10000 x 7500 px, 2007.

12) Wenn Sie auf Ihre Karriere zurückblicken, worauf sind Sie besonders stolz?

Stolz bin ich auf gar nichts. Aber es freut mich und ist eine gewissen Genugtuung, dass etliche meiner Schüler und Studenten inzwischen in der Astronomie Karriere gemacht haben und einige auch Professoren und/oder Leiter von astronomischen Instituten geworden sind.

13) Gibt es einen Traum, den Sie sich erfüllen möchten?

Nur wenn man darüber nicht spricht, kann ein Traum in Erfüllung gehen.

14) Zum Abschluss möchte ich Ihnen eine sehr persönliche Frage stellen: was haben Sie vom Leben gelernt?

Gelassenheit – Alles „Sine ira et studio“ managen.